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- 21. Dezember 2010

Hat Sinn gemacht! Der oikos Bachelor Thesis Award in 2010

Bereits zum zweiten Mal ist der an der Universität Witten/Herdecke gegründete oikos Bachelor Thesis Award verliehen worden.

Organisierte die lokale Gruppierung „oikos Witten/Herdecke e.V. den Award im Jahr 2009 noch alleine, so vereinten sich für 2010 Chapter aus Hamburg, Köln, Witten, Graz und St. Gallen zu einem großen Organisationsteam.  Dieses forcierte, unterstützt durch oikos Alumni, das Marketing des Awards in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bachelor Studenten wurden dazu animiert, unter dem Motto „Mein Bachelor macht Sinn!“ ihre Abschlussarbeit mit Themenschwerpunkt im Bereich Nachhaltigkeit und Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften bis Anfang Oktober einzureichen.  

 

Erstmalig wurden Bachelor Thesis Workshops angeboten: In Köln und Graz konnten in drei Workshops über 70 Studierende und Fakultätsangehörige zusammen gebracht werden, um in Dialog zu treten und gemeinsam nachhaltigkeitsrelevante Themen für Bachelor Arbeiten zu finden. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, sich zum einem auf akademischer Ebene der Thematik zu nähern, zum anderen durch Vorträge von Experten aus dem oikos Alumni Netzwerk einen konkreten Zugang zu Praxisthemen zu erhalten. So zum Beispiel, wie durch sogenanntes „Intrapreneurship“ Nachhaltigkeit in Unternehmen gelebt und strategisch implementiert werden kann. Die Berührungsängste der Studierenden, mit Lehrstühlen bezüglich der Thematik „Nachhaltigkeit“ in Kontakt zu treten, wurden erfolgreich überwunden. Das Feedback zu den Workshops fiel von allen Beteiligten ausgesprochen positiv aus, sodass an mehreren Universitäten bereits die Planung von weiteren Workshops begonnen wurde.

 

Ab Juli konzentrierte sich das Organisationsteam verstärkt auf das Verteilen von Werbe-Flyern und Postern und auf gezieltes Onlinemarketing, um noch mehr Aufmerksamkeit zu generieren. In einigen Zeitungen wurden Artikel über den oikos Bachlor Thesis Award platziert. Das Organisationsteam durfte sich entsprechend über eine deutlich höhere Zahl von Einsendungen freuen, als noch im Vorjahr. Die eingesendeten Bachelor Arbeiten reichten thematisch vielfältig von Geographie über Technik und Umwelt bis hin zu Ökonomik und Betriebswirtschaft.

 

Nach Einsendeschluss im Oktober war es zunächst die Aufgabe des Award Komitees,  aus dem Pool der Einsendungen die fünf besten Bachelor Arbeiten zu ermitteln. Diese  wurden der Award Jury empfohlen, welche die Arbeiten diskutierte, bewertete und in eine Rangfolge brachte. Sowohl die Jury, als auch das Komitee orientierten sich an einem für den Award ausgearbeiteten Kriterienkatalog, sowie an ihrer praktischen und akademischen Expertise. Die Jury repräsentierte dieses Jahr Accenture Sustainability Consulting, Utopia Stiftung, World Economic Forum, UNEP/CSCP, sowie Wissenschaftler der Universitäten aus Witten/Herdecke, Köln und St. Gallen.

 

Die Plätze fünf und vier belegten Arbeiten zum Thema Mikrofinanzierung und zu der Entwicklung des Radverkehrs in deutschen Altstädten. Die Autoren bekommen, ebenso wie die der anderen prämierten Bachelor Arbeiten, die Stellungnahmen der Jury und des Komitees übermittelt. Die Zusammenfassungen der Gewinnerarbeiten werden auf den Webseiten von oikos International und von FaktorN veröffentlicht.

 

Platz drei erreichte die Arbeit von Sebastian Petersen aus Graz, der sich mit der Regulierung der Fischerei in der Europäischen Union auseinandersetzte. Er darf sich zusätzlich über 300€ Preisgeld freuen.

 

Die Plätze eins und zwei gingen an die Leuphana Universität Lüneburg. Auf Platz zwei hat die Jury die Bachelor Thesis von Vinzent Grimmel zur Untersuchung der Blogs auf Utopia.de gewählt. Dafür gibt es 500€ Preisgeld. Die beste Arbeit, von Jule Plawitzki, begutachtet die Nachhaltigkeitsberichterstattung in deutschen Kommunen. Diese Bachelor Thesis hat die Jury in ihrer Klarheit und praktischen Relevanz überzeugen können. Beeindruckend war, neben der hohen thematischen Relevanz, die Breite der empirischen Untersuchung. Die Autorin hatte 667 Städte betrachtet, 80 Nachhaltigkeitsberichte ausgewertet und in 6 Städten Tiefen-Interviews geführt. Der Autorin ist über den handlungsorientierten Ansatz hinaus der Versuch gelungen, eine Organisationstheorie anzuwenden, um die organisationalen Umsetzungs- und Reformherausforderungen für Kommunen in der Berichterstattung vertiefend zu beleuchten. Sie durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 700€ für den Gewinn des oikos Bachelor Thesis Award, sowie über die Einladung zur Utopia-Konferenz freuen. Außerdem ist sie zur kommenden oikos  International Konferenz nach Prag eingeladen.

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oikos – students for sustainable economics and management